Viva Musica!- 20-jähriges Dirigentenjubiläum von Ingo Samp

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Viva Musica!- Zum 20-jährigen Dirigentenjubiläum von Ingo Samp beim Musikzug Ennest

Einen Moment lang herrscht noch absolute Ruhe, der Dirigierstab verharrt im finalen Schwung, dann setzt begeisterter Applaus für Ingo Samp und seinen Musikzug Ennest ein, der die Zuhörer seit Jahren auf höchstem musikalischen Niveau mit sinfonischer Blasmusik verwöhnt. Vor genau 20 Jahren trat der damals erst 20-jährige Musikstudent Ingo Samp vor das Feuerwehrorchester aus Ennest, von außen betrachtet vielleicht ein Wagnis, da sich doch die Frage stellte, ob der junge Olper Trompeter sich denn den nötigen Respekt verschaffen könne. Innerhalb des Vereins ist das jedoch nie ein Problem gewesen, Ingo Samp übernahm von Beginn an die musikalische Verantwortung, nimmt seitdem an den Vorstandssitzungen teil und hat aus der Feuerwehrkapelle von damals ein Sinfonisches Blasorchester geformt, das zur Zeit den Titel „Bestes deutsches Feuerwehrorchester“ innehält. Erste offizielle Auftritte mit dem neuen Dirigenten hatte der Musikzug am 14.11. 93 beim Volkstrauertag in Ennest sowie bei der Jahresdienstbesprechung der Freiwilligen Feuerwehr im gleichen Monat.

Bei der ersten Teilnahme an einem  Landesorchesterwettbewerb im Jahr 1999 in Mönchengladbach konnte sich der Musikzug prompt als Optionsorchester für den Bundesorchesterwettbewerb im darauf folgenden Jahr in Karlsruhe qualifizieren und erspielte sich dort den 6. Platz, ein Ergebnis, mit dem zum damaligen Zeitpunkt kaum einer gerechnet hatte. Der 2. Satz aus der „Sinfonia Brevis“ von Zdenek Lukas war dort eines der Pflichtstücke, im kommenden Konzert am 11. Januar 2014 wird u.a. dieses Werk nicht nur komplett gespielt, es ist zugleich der Namensgeber für diesen Konzertabend anlässlich des Dirigentenjubiläums (Sinfonia brevis – kurze Sinfonie).

Der Erfolg beim Wettbewerb in Karlsruhe sorgte neben der äußerst ehrgeizigen Nachwuchsarbeit für viele neue junge Mitglieder, die sich bewusst für die Mitgliedschaft im Musikzug Ennest entschieden. Mit zunehmender Mitgliederanzahl wuchs auch die Vielfalt an Instrumenten im Orchester, das musikalische Niveau konnte stets gesteigert werden und so entschloss sich der Musikzug 2002 , bei seinen Auftritten als Sinfonisches Blasorchester (SBO) des Musikzugs Ennest aufzutreten, um damit seinem Repertoire und der Besetzung Ausdruck zu verleihen.

In den folgenden Jahren nahm das SBO immer wieder an Wertungsspielen und Wettbewerben teil, zuletzt am 22. September dieses Jahres in Rietberg, wo es beim Landeswertungsspielen der Feuerwehren NRW 99 von 100 Punkten erreichte und nächstes Jahr den Titel „Bestes deutsches Feuerwehrorchester“ in Bad Schwalbach verteidigen möchte.

„Erreichbare Ziele stecken“ und „ Egal, wie viele in der Probe sind, es muss was Rundes dabei herauskommen“ sind Zitate von dem Vollblutmusiker Samp, die schon viel über sein Arbeiten mit dem Musikzug aussagen. „Furtwängler“, wie er gerne von seinen Musikern  in Anspielung an einen der bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts genannt wird, hat wohl das richtige Maß an Professionalität und Humor im Umgang mit ihnen, die sich in der Regel einmal wöchentlich zur Freitagsprobe treffen. Der Dirigent, der nach dem Bundesorchesterwettbewerb 2000 ein Dirigierstipendium erhalten hat, überrascht das Orchester immer wieder mit neuen Ideen, die es begeistert umsetzt.

Neujahr 2008 gab es zum ersten Mal ein Neujahrskonzert mit dem Sinfonischen Blasorchester. Für das Stück „Rhapsody in Blue“ von George Gershwin konnte als Solist am Flügel der aus Ennest stammende Konzert-Pianist Gerhard Vielhaber gewonnen werden. Der Konzerttermin und sicherlich auch der Solokünstler sorgten mit dafür, dass das SBO erstmals in einer ausverkauften Stadthalle auftreten konnte. Seitdem ist die Stadthalle bei den Konzerten immer voll besucht. Im Herbst 2008  initiierte Ingo Samp einen Dirigierworkshop mit dem niederländischen Stardirigenten Guido Swelson. Das SBO diente dabei als „Arbeitsorchester“ mit dem junge Dirigenten lernen konnten, wie ein Orchester auf unterschiedliches Dirigat reagiert. Und auch für das SBO war dieser Workshop eine bis heute nachhaltige Erfahrung.

Für das Konzert im Jahr 2010 stellte Ingo Samp den Kontakt zu Gastdirigent Prof. Thomas Clamor her, damals Trompeter bei den Berliner Philharmonikern, heute Chefdirigent der Sächsischen Bläserphilharmonie. Im damaligen Konzert „Bilder einer Ausstellung“ wurde im ersten Teil gleichnamiges Werk von Modest Mussorgski unter dem Gastdirigat aufgeführt, im zweiten Teil dirigierte dann der Ennester Dirigent die „Venetian Collection“ von Johan de Meij. Prof. Clamor fragte zuvor, „ob denn das Orchester und das Publikum zwei solche Brocken vertragen würden“, doch sowohl das Orchester als auch das Publikum konnten ihn von allen Zweifeln befreien.

Am 02. Juni 2012 lud der Musikzug die städtischen Grundschulen und Familien für das Konzert „Der Wind in den Weiden“ in die Stadthalle Attendorn ein. An diesem Samstag gab das SBO gleich zwei Konzerte für das vorwiegend sehr junge Publikum. Das Konzept für dieses Konzert wurde auch von Ingo Samp erarbeitet. Die Geschichte des Kinderbuchs „Der Wind in den Weiden“ wurde recht frei von Georg Elsaesser erzählt, das SBO trug jeweils im Anschluss Passagen aus dem gleichnamigen Orchesterwerk von Johan de Meij vor. Zum Schluss der beiden Konzerte wurde dann das Gesamtwerk vorgetragen.

Gerade diese Höhepunkte, neben den üblichen Auftritten bei Schützenfesten, Feuerwehrereignissen oder Prozessionen, motivieren die Musiker immer wieder neu. So wird es sicherlich auch in den nächsten Jahren weiterhin einige Überraschungen mit Ingo Samp und dem Musikzug Ennest geben, die man wohl zusammen als eine musikalische Symbiose bezeichnen darf. Viva Musica – es lebe die Musik!

 

Hinweis: Ab Dezember wird die neue CD „Rhapsody in Blue“ vom Musikzug Ennest mit Live-Mitschnitten der letzten 5 Jahre erscheinen!

 

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