„Wahnsinns-Leistung“ beim Eröffnungskonzert zum Landesmusikfest in Soest

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DSC_1740Das Sinfonische Blasorchester des Musikzugs der Freiwilligen Feuerwehr Ennest hatte am Mittwoch, dem 30. April die große Ehre, das Eröffnungskonzert zum Landesmusikfest des Volksmusikerbundes NRW in Soest zu spielen. Nachdem das letzte Landesmusikfest 2004 vom Kreisverband Olpe ausgetragen wurde, dessen positives Echo noch bis in die Gegenwart strahlt, war der Kreisverband Soest Veranstalter des 6. Landesmusikfestes vom 30. April bis 04. Mai.

In zahlreichen Proben und einem zuletzt dreitägigen Probenwochenende für den Feinschliff,  hatte Dirigent Ingo Samp mit seinem Ennester Orchester ein unterhaltsames, anspruchsvolles und kurzweiliges Programm einstudiert.

Mit dem Marsch „Gruß an Soest“ wurde der musikalisch großartige Abend eingeleitet. Georg Elsaeßer führte auf seine charmant launenhafte Weise durch das Programm und sorgte so für viele schmunzelnde Konzertbesucher und eine lockere Atmosphäre. Im ersten Teil des Konzerts begrüßten offizielle Vertreter des Volksmusikerbundes und des Landes Nordrhein-Westfalen das Publikum und das Orchester. Der Staatssekretär im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport Bernd Neuendorf zeigte sich erfreut und erstaunt über den großen Anteil Jugendlicher und junger Erwachsener in den Reihen des Musikzugs.

Es folgte dann als zweites Programmstück die Festive Ouvertüre von Dmitri Schostakovich.

Mit dem Children´s March von Percy Grainger, einer Bearbeitung über ein Kinderlied und Franco Cesarinis Werk „Bulgarische Tänze No. 1“ trug das SBO die Vortragsstücke für den Bundeswettbewerb der Feuerwehrmusiken im Oktober vor und überzeugte das begeisterte Publikum mit Virtuosität, Temperament, Gesang und dynamischem Spiel.

Der zweite Teil des Konzerts begann mit „Summon the Heroes“ von John Williams, der Olympia Fanfare der Olympischen Spiele 1996 in Atlanta, ein gewaltiges Werk, dominiert von Fanfarenkängen aus dem Trompetenregister. Mit „Oregon“ von Jacob de Haan spielten die Ennester dann einen Klassiker der sinfonischen Blasorchesterliteratur mit wunderschönen, stimmungsvollen Melodien. Anschließend eroberte mit dem Stück „Machweo“ von Menno Bosgra der afrikanische Kontinent die Bühne, und der Orchesterklang ließ die Fauna Afrikas vor dem geistigen Auge des Zuhörers erscheinen.

Den offiziellen Abschluss des Konzerts bildete „Highlights from Chess“, ein Arrangement von Johan de Meij zu dem Musical von ABBA. Herzergreifende Musik und ausdrucksstarke Solos berauschten das Publikum, welches anschließend mit Standing Ovations eine Zugabe verlangte. Auch hier zeigten die Ennester einmal mehr ihre Klasse. Mit Gustav Mahlers Adagio aus der dritten Sinfonie forderte Ingo Samp seine 65 Musiker nochmals heraus. Das intensive und ruhige Thema trugen die hochkonzentrierten Tonkünstler bis zum breiten, gewaltigen Fortissimo vor.

Im Anschluss hörten die Musiker nur Lob, unter anderem bekundeten der Landesmusikdirektor und Arnd Bolten vom Landesmusikrat dem Sinfonischen Blasorchester eine „Wahnsinns-Leistung“ und auch der Staatssekretär Bernd Neuendorf war von dem ausgewogenen Klangbild  schlichtweg begeistert. Dass die Stadthalle nur zu einem Drittel mit Zuhörern belegt war, trübte nicht deren Konzertgenuss und die Spielfreude der Ennester Musiker.

Der Auftritt des SBO sorgte auch an den folgenden Tagen beim Landesmusikfest für nachhaltig positive Resonanz, die Ingo Samp, der die Wertungsspiele als Jurymitglied verfolgte, gerne vernahm. Soest war von dem tollen Programm sehr beeindruckt und schwärmte von dem sehr sauberen und zugleich nahezu unheimlich musikalischen und gefühlvollen Vortrag.

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