Musikzug Ennest liefert „Oscarreife“ Leistung vor ausverkaufter Halle

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Davon konnten sich am vergangenen Samstag die über 900 Zuhörer in der Stadthalle in Attendorn selbst überzeugen. Das Sinfonische Blasorchester des Musikzuges Ennest bot in seinem Konzert „Film ab!“ über drei Stunden hinweg eine große Bandbreite verschiedenster Filmmusiken. Eröffnet wurde das Konzert durch die äußerst bekannte „20th Century Fox Fanfare“, arrangiert von Peter M. Riese. Dadurch entstand sofort das klassische „Kinofeeling“ und sowohl die Besucher vor der Bühne, als auch die über 70 Musikerinnen und Musiker auf der Bühne waren bestens auf den Abend eingestimmt. Im Anschluss präsentierte das Orchester unter der bewährten Leitung von Ingo Samp mit „Parademarsch der ´Langen Kerls´“ nach längerer Zeit wieder einen Marsch zum Einstieg in ein Konzert. Für alle, die sich fragen, wie dieser Marsch ins Thema „Film ab“ passt, sei gesagt, dass er ursprünglich für den Stummfilm „Fridericus Rex“ komponiert wurde. Dass nicht nur Musik aus aktuelleren, sondern auch älteren Zeiten gespielt wurde, zeigte die „Suite aus der Herr der sieben Meere“ aus gleichnamigem Film. Die Musik, aus dem im Jahre 1940 entstandenen Film, beschreibt zum einen den Kampf zwischen England und Spanien um die Beherrschung der Meere, zum anderen die Ruhe und Schönheit der Wasserwelt.

Saxophon Solistin Janina Rauterkus

Im Anschluss folgte mit „Catch Me If You Can“ der erste Höhepunkt des Abends. Unsere Solistin Janina Rauterkus zeigte, wie man ein Saxophon in Perfektion beherrschen kann. Ruhige Passagen spielte sie mit viel Gefühl, während schnelle und komplizierte Läufe mühelos, beinahe entspannt wirkten. Als Zuhörer hatte man das Gefühl, man sei bei der wilden Verfolgungsjagd live dabei. Mit „Marsch aus ´1941´“ erklang dann der zweite Marsch des Abends in der Attendorner Stadthalle. Dass es sich bei diesem Film um eine Komödie handelt, bewies zweifelsfrei die leichte und lustige Melodie, die John Williams komponierte.  So war bei allen Musikern eine gehörige Portion Humor beim Spielen gefragt. „1941“ wurde im Übrigen 1980 in drei Kategorien für den Oscar nominiert. Als nächstes Stück stand „Spanish Dance from ´The Gadfly´“ auf dem Programm des Musikzuges. Hier waren die Holzbläser, besonders die Klarinetten, gefragt, denn rasante Läufe in hohem Tempo verlangten ihnen alles ab.

Violinistin Solistin Dorothea Kiess

Dann folgte das zweite Highlight des Konzertes: Solistin Dorothea Kiess zeigte in „Themen aus ´Schindlers Liste´“ eindrucksvoll, was in ihr und ihrem Instrument steckt. Sehr ausdrucksstark und äußerst gefühlvoll vertonte die studierte Violinistin aus dem Siegerland, die Handlung des Filmes. In dieser geht es darum, dass ein Industrieller im Zweiten Weltkrieg etwa 1200 Juden in seinen Rüstungsbetrieben beschäftigt und sie so vor dem Tod im Vernichtungslager rettete. Bevor es für alle Musikerinnen und Musiker in die verdiente Pause ging, wurde der erste Konzertteil mit „The Rock“ einem Klassiker der Filmmusik, geschlossen.

Gesangs Solistin Sara Höffer

Zu Beginn des zweiten Konzertteiles konnte Trompeter Georg Elsässer, welcher das Programm wie gewohnt charmant moderierte und mit einem Augenzwinkern kommentierte, einen echten Klassiker ankünden. „Axel F“ aus dem Film „Beverly Hills Cop“ war vermutlich bei dem Großteil des Publikums mehr als bekannt. Dies traf auch beim folgenden Stück „Highlights aus ´Der König der Löwen´ zu. In diesem „Evergreen“ der Filmmusik konnten die Zuhörer in die mal traurige, mal lustige, aber definitv zauberhafte Welt von Simba, Nala, Timon und Pumba eintauchen. Anschließend hatte Sara Höffer ihren großen Auftritt. Unsere Solistin zeigte in „Gabriellas Sång“ aus dem Film „Wie im Himmel“, dass man Menschen mit Gesang zu Tränen rühren kann. Mit ihrer warmen und kraftvollen Stimme erreichte sie alle Zuhörer und sorgte für eine große Portion Gänsehaut. Bemerkenswert ist, dass Sara Höffer das Lied extra auf Schwedisch, der Originalsprache des Filmes, vortrug.

Mundharmonika Solisten Tobias Horten

Von der einen Solistin ging es sofort weiter zu unserem männlichen Solisten des Abends. Tobias Horten bewies eindrucksvoll, dass man auch mit einem Instrument, was man erst vor kurzem neu erlernt hat, begeistern kann. In Morricones „Der Mann mit der Mundharmonika“ sorgte er mit Klängen im Westernstyle für das richtige Feeling.

Es folgte die „Suite aus ´Der Polarexpress´“, da so kurz nach Weihnachten Musik aus einem Weihnachtsfilm natürlich nicht fehlen durfte. Die spannende Fahrt mit dem Polarexpress an den Nordpol, sorgte garantiert bei vielen Familien für erneute Weihnachtsstimmung.

Als Abschluss des Konzertabends präsentierte das Sinfonische Blasorchester „Highlights aus ´Fluch der Karibik – Am Ende der Welt´“. Dies ist unumstritten ein Stück, welches für ein Programm mit Filmmusik Pflicht ist. Natürlich wurden die Musiker erst nach reichlich Applaus und zwei Zugaben von der Bühne gelassen. Ein Auszug aus dem Stück „How to train your Draigon“ und „Always look on the bright Side of Life” aus dem Monty-Python-Kultfilm „Life of Brian” rundeten  einen wunderbaren Konzertabend ab. Am Ende waren sich sowohl Musiker, als auch Zuhörer einig: Um richtig gute Filmmusik zu genießen, muss man nicht unbedingt ins Kino gehen…!

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